06.08.2019, von Florian Meyer

Brand in Industrieanlage fordert Ortsverbände Chemnitz und Freiberg

Bei einem Brand in einer Industrieanlage in Mittweida unterstützten die Chemnitzer und Freiberger KameradInnen die eingesetzten Feuerwehren bei den insgesamt 44 Stunden andauernden Löscharbeiten.

Ausgebrochen war der Großbrand bereits Samstagabend in der ca. 10.000 qm große Verarbeitungshalle eines Recyclingunternehmens, woraufhin die umliegenden Feuerwehren des Landkreises alarmiert wurden.

Die eingesetzten Kräfte schafften es in der Nacht, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Allerdings hatte sich das Feuer zu diesem Zeitpunkt bereits in das Dachwerk der insgesamt rund 100m langen Halle ausgebreitet. Um dieses Feuer effektiv bekämpfen zu können, wurde dann am Sonntagmorgen ein Fachberater aus dem Ortsverband Chemnitz alarmiert, welcher nach Beratung mit der örtlichen Einsatzleitung schließlich den Ortsverband Freiberg mit einer Bergungsgruppe und dem Teleskoplader der Fachgruppe Räumen anforderte. Den Transport von letzterem Übernahmen die Chemnitzer Kameraden mit dem LKW-Tieflader-Gespann ihrer Fachgruppe Räumen.

Vor Ort schafften die Freiberger KameradInnen mittels Teleskoplader Öffnungen im Dach der Halle, um der Feuerwehr das Löschen zu ermöglichen.

Unterdessen begaben sich die Chemnitzer wieder in Ruhe, um eine eventuelle spätere Ablöse gewährleiten zu können.

Diese kam dann in den in den späten Abendstunden.

Da kein Ende bei den Löscharbeiten abzusehen war, forderte die eingesetzte Einsatzleitung Lichttechnik zum Ausleuchten der Einsatzstelle an. Gleichzeitig sollten die Freiberger Bergungsgruppe aus dem Einsatz herausgelöst werden.

Daraufhin machten sich die Chemnitzer Helfer erneut auf dem Weg nach Mittweida, diesmal mit einer Bergungsgruppe und dem Beleuchtungs-Unimog.

Nach dessen Aufbau vor Ort und dem Anhängen eines Powermoons an eine eingesetzte Hebebühne, begaben sich zwei Chemnitzer Helfer unter schwerem Atemschutz und schwerem Gerät auf das Dach der Halle, um dieses zu Öffnen und der Feuerwehr so einen Blick auf das Brandgut zu ermöglichen.

Dabei schlugen die Kameraden gleichzeitig eine Schneise, um das weitere Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Im weiteren Vorgehen wurde dann entschieden, das Dach kontrolliert ausbrennen zu lassen. So verblieben die eingesetzten Helfer vor Ort in Bereitschaft und kümmerten sich um die Stromaggregate des Lichtmastes.

Damit war der kommende Sonnenaufgang gleichzeitig auch das Einsatzende des THW. Die Technik vor Ort wurde zurückgebaut und der Freiberger Teleskoplader zurück nach Freiberg verbracht.

Wir bedanken uns für die hervorragende Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Feuerwehren vor Ort, den KameradInnen aus dem Ortsverband Freiberg, der Wachpolizei Chemnitz, O&T Bau für das Bereitstellen der Hebebühne und dem DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen für die ausgezeichnete Verpflegung vor Ort.

Eingesetzte Mittel:

  • Chemnitz

    • MTW 2. TZ
    • GKW I 1. TZ
    • BelMog
    • LKW + Tieflader FGr. Räumen

  • Freiberg

    • GKW I
    • Teleskoplader
    • LKW Kipper FGr. Räumen


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