Ausgangslage war ein Szenario mit weitreichenden Folgen: Eine simulierte Sabotage des leitungsgebundenen Telekommunikationsnetzes führte zu erheblichen Störungen in der Region Rostock – darunter auch bei kritischen Infrastrukturen (KRITIS) wie den Hafenanlagen und dem benachbarten Marinekommando. Zwar blieben Mobilfunk- und BOS-Digitalfunk zunächst funktionsfähig, doch angesichts der Bedrohungslage und möglicher weiterer Angriffe entschied die Einsatzleitung, ein temporäres, feldmäßiges Telekommunikationsnetz zur redundanten Anbindung zentraler Stellen zu errichten. Ziel war es, die Kommunikationsfähigkeit im Krisenfall durch alternative Verbindungsmöglichkeiten aufrechtzuerhalten.
Die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Chemnitz starteten bereits am frühen Himmelfahrtsmorgen um 04:30 Uhr und verlegten zunächst zum Sammelpunkt in Bitterfeld. Von dort aus ging es gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus den Ortsverbänden Erfurt und Leipzig – insgesamt 17 Einsatzkräfte mit drei Fernmeldekraftwagen und einem Führungskraftwagen – im Marschverband zum Feldlager auf dem Marinestützpunkt in Hohe Düne.
Am Freitag und Samstag wurde der Übungsauftrag in die Tat umgesetzt: Der Aufbau eines feldmäßigen Kommunikationsnetzes über Land, zu Wasser und sogar unter der Erde – durch den Warnowtunnel – forderte die Einsatzkräfte technisch wie logistisch.
Die drei sächsischen Fachgruppen Erfurt, Leipzig und CHemnitz leisteten dabei einen wesentlichen Beitrag: In einem gemeinsamen Bautrupp verlegten sie über 6 Kilometer Feldfernkabel – ein bedeutender Teil der insgesamt 65 Kilometer langen Strecke.
Ein kleiner Einblick in den Funkverkehr sorgt für Aufklärung zur Elch-Frage:
„Heros Warnow 10 für Heros ELCh kommen“ - „Hier Heros ELCh kommen"
So viel sei verraten: Der Funkrufname „ELCH“ sorgte nicht nur für klare Kommunikation, sondern auch für ein Schmunzeln im Feld.
Am Sonntag um 19:30 Uhr kehrten die Fachgruppen wohlbehalten in ihre Ortsverbände zurück.
Für alle Interessierten berichtet auch der NDR in einem Fernsehbeitrag über die Übung: